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Warum Du Deine Emotionen kennen musst

Emotionen beeinflussen Deine Fähigkeit die Herausforderungen des Alltags zu meistern und Deine Ziele zu erreichen. Wenn Du Deinem Chef ständig mit Angst oder Schuldgefühl begegnest, verbaust Du Dir dadurch in der Regel alle Chancen auf die angestrebte Beförderung in Deine Wunschposition.





Negative Emotionen sind oft unüberwindliche Hindernisse beim Erreichen Deiner Ziele. Sie spielen sich meist unterbewusst ab. In vielen Fällen bist Du Dich dieser Emotionen überhaupt nicht bewusst. Sie sind aber trotzdem sehr wirkungsvoll. Was Dir nicht bewusst ist, kannst Du auch nicht ändern. Das bedeutet, dass Du solchen Emotionen meist schutzlos ausgeliefert bist. Du musst Deine Emotionen kennen, um Dich aus ihrem Griff zu lösen. Ziel dabei ist es, in einer emotionalen Situation zu erkennen, welche Emotion genau Du verspürst und zu wissen, wie sie auf Dich wirkt.


Die meisten Menschen, mit denen ich über dieses Thema spreche, haben allerdings große Schwierigkeiten ihre Emotionen klar zu erkennen. Bestenfalls merken sie, dass sie aufgewühlt sind. Ob es sich dabei allerdings um Angst, Schuldgefühl oder Scham handelt, können sie nicht genau benennen. Dabei ist es fundamental zu erkennen, ob Du bspw. Angst oder Schuldgefühl verspürst. Beide haben ganz unterschiedliche Auswirkungen auf Dich oder Deine Beziehungen zu anderen.


Der erste Schritt zu einem bewussten Umgang mit Deinen Emotionen ist es, Dir ein differenziertes Vokabular über Emotionen zu erschaffen. Robert Plutchik hat hierzu mit seinem Werk eine gute Ausgangsbasis geschaffen[1], da er ein einen umfassenden Blick auf alle Emotionen wirft. Hier seine von mir frei ins Deutsche übersetzen Emotionen:


Grundemotionen (links) und kombinierte Emotionen (rechts) nach R. Pluchik. Mit händisch einegefügten Übersetzungen ins Deutsch von Björn Dobelmann


Beginne damit Deine Emotionen im Alltag genau zu beobachten. Immer, wenn Du Emotionen verspürst, benenne sie. Beobachte genau, wie sich diese Emotion auf dein Fühlen, Denken und Verhalten auswirkt. Dies wird Dir nicht über Nacht gelingen. Was Du benötigst ist ein Notizbuch und Ausdauer. Beschreibe im Notizbuch deine erlebten Emotionen und wie sich auf Dein Fühlen, Denken und Verhalten auswirken. Nach einigen Versuchen und dem wiederholten Erleben Deiner prägendsten Emotionen bekommst Du ein klares Bild über Deine wichtigsten Emotionen und deren Einfluss auf Dich.


Nun hast Du die Möglichkeit, Dich in emotionalen Situationen zu fangen. Allein, das Bewusstsein darüber, dass Du gerade eine Emotion durchlebst, die Dein Fühlen, Denken und Handeln beeinflusst, objektiviert das Problem so weit, dass Du Gegenmaßnahmen unternehmen kannst. In eingangs erwähnter Situation, bist Du nun in der Lage zu erkennen, dass Du Deinem Chef zu ängstlich begegnest, und Dich nicht traust Deine Beförderung anzusprechen. Nun bist du in der Lage Maßnahmen zu ergreifen, die Dir ermöglichen, diese Angst aufzuheben oder zu umschiffen.


[1] Pluchik, R.,

Emotion: A Psychoevolutionary Synthesis (1980) http://www.adliterate.com/archives/Plutchik.emotion.theorie.POSTER.pdf